Die Playboard-Handkarte für Mahjong
Beim Amerikanischen Mahjong gewinnst du nicht mit irgendeiner ordentlichen Sammlung aus Reihen und Paaren. Du musst eine der Hände bauen, die auf der Karte stehen, mit der alle am Tisch spielen — passen deine vierzehn Steine zu nichts darauf, sind sie nichts wert.
Diese Karte ist das ganze Spiel. Sie bestimmt, worauf du im Charleston hinarbeitest, was du behältst, was du wirfst und wie viel du am Ende bekommst. Diese Seite zeigt Playboards Karte, vollständig.
Warum die Hände nicht zu deiner NMJL-Karte passen
Die Karte, mit der Amerikanisches Mahjong tatsächlich gespielt wird, erscheint jährlich bei der National Mah Jongg League und ist urheberrechtlich geschützt. Playboards Karte ist deshalb ein eigenständiger Entwurf: 46 Hände, 72 Wege zum Sieg, neun Kategorien. Die meisten Hände lassen sich in mehr als einer Farbvariante bauen, und jede Variante wird eigens gewertet — deshalb stehen bei einer Hand mehrere Punktzahlen.
Wenn du auf einer NMJL-Karte gespielt hast, wird dir der Rhythmus vertraut vorkommen, auch wenn es die Hände nicht sind.
Ein Muster lesen
Jeder Eintrag unten zeigt dieselben vier Dinge.
Die Steine. Woraus die Hand besteht, von links nach rechts gezeichnet. Voll gezeichnete Steine sind festgelegt — eine 5 Kreise heißt dort wirklich 5 Kreise.
Gestrichelte Umrisse sind Plätze, deren Stein du selbst wählst. Ein gestricheltes Paar heißt: irgendein Paar, das dir gefällt — zwei gleiche Steine beliebiger Art, ob 5 Kreise, Westwinde oder Blumen. Ein gestrichelter Einzelplatz heißt: irgendein einzelner Stein. Zwei Dinge schränken das ein. Ein Joker kann einen gestrichelten Platz nie füllen, die Steine müssen also echt sein. Und wo eine Hand mehr als einen gestrichelten Platz hat, muss jeder Platz eine andere Steinart bekommen: Zwei gestrichelte Paare können nicht beide 5 Kreise sein.
Die Form, in Worten. Unter den Steinen — denn „Vier 1-2-3-Reihen und ein Paar“ lässt sich oft schneller mit der eigenen Hand abgleichen, als Bilder zu zählen.
Die Farbvarianten. Die meisten Hände werden auf mehrere Arten angeboten — dieselbe Form in einer Farbe, in zwei Farben, in drei Farben oder in einer fest benannten Farbe. Jede ist ein eigener Weg zum Sieg mit eigener Wertung, zusammen aufgeführt, damit du die nehmen kannst, der deine Steine am nächsten sind.
Zwei der Kategorien zahlen dafür, eine Hand über Farben zu verteilen: Bei fortlaufenden Reihen und 3-6-9 liegt eine Form, die drei Farben verlangt, deutlich über derselben Form in einer Farbe. Die Kong- und Quint-Hände funktionieren so nicht — dort zahlt jede Variante einer Form gleich viel, folge also deinen Steinen statt der Wertung.
Jede Wertung unten ist der Eigenwert des Musters, zwischen 25 und 75 Punkten. Obendrauf legt fast jede Hand hier 5 Punkte drauf, wenn du gewinnst, ohne je eine Gruppe offengelegt zu haben — die Ausnahmen sind die Hände, die sich nur so gewinnen lassen und deren aufgedruckte Wertung das bereits berücksichtigt.
Die Warnhinweise. Zwei davon, und beide sind wichtiger, als sie aussehen.
Nur verdeckt heißt, dass du die ganze Runde über keine Gruppe offenlegen darfst: keinen abgelegten Stein für ein Pung, Kong oder Quint rufen und auch kein Kong aus der eigenen Hand erklären. Eine offengelegte Gruppe, und die Hand ist tot.
Der letzte Stein ist die Ausnahme. Du darfst weiterhin mit dem abgelegten Stein einer anderen Person Mahjong erklären, wenn er die Hand vollendet — dabei landet nichts offen auf dem Tisch, die Hand gilt also weiter als verdeckt. Das entspricht der NMJL-Konvention. Den 5-Punkte-Bonus bekommen diese Hände nicht zusätzlich: Bei ihnen ist das Verdecktsein schon im Preis enthalten.
Keine Joker heißt genau das — jeder Stein ehrlich gezogen. Der Hinweis steht bei den Händen aus Einzelnen & Paaren, und darum sind sie so trügerisch: Sie zahlen gut, und ein paar Paare hat man ohnehin fast immer auf der Hand, also sehen sie näher aus, als sie sind.
Die Karte im Spiel nutzen
Die Karte ist die ganze Partie über eingeblendet. Auf einem breiten Bildschirm steht sie in einer Spalte neben dem Tisch, auf dem Handy hinter einem Reiter am unteren Rand.
Die Ansicht, die man kennen sollte, ist Deinem Blatt am nächsten. Sie sortiert die Muster danach, welchen deine Steine gerade am nächsten sind, und sagt dir, wie viele der vierzehn du schon hast. Statt zu raten, ob die im Charleston gewählte Hand noch lebt, siehst du es.
Anfänger verlieren mehr Partien, weil sie einem toten Muster nachjagen, als aus jedem anderen Grund. Diese Ansicht alle paar Züge zu öffnen ist der schnellste Weg, damit aufzuhören.
Die vollständige Karte
Neun Kategorien, ungefähr von der zugänglichsten bis zur anspruchsvollsten geordnet. Wird eine Form unter mehreren Farbvarianten angeboten, erscheint sie einmal, mit jeder Variante und ihrer Wertung zusammen aufgeführt.